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Startseite : Prävention allgemein : Prävention durch Obst und Gemüse

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Prävention durch Obst und Gemüse



Montag, 1. Oktober 2007

Obst und Gemüse präventiv wirksam: DGE-Arbeitstagung zeigt aktuellen Forschungsstand auf


Korb mit Obst und Gemüse„Wer fünf mal am Tag Obst oder Gemüse isst, bleibt eher gesund“. Diese Botschaft vermittelt die Kampagne „5 am Tag“ den Deutschen seit dem Jahr 2000. Aber ist die Botschaft wissenschaftlich haltbar? In der letzten Zeit wurden die positiven Effekte des Obst- und Gemüseverzehrs angezweifelt. Auf der diesjährigen Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) am 27. und 28. September in Bonn gingen die Expertinnen und Experten unter anderem dieser Frage nach. Sie waren sich einig: Insbesondere gegen koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Bluthochdruck sind Obst und Gemüse präventiv wirksam.

Gestartet waren die internationalen „5-A-Day“-Kampagnen - in allen Ländern mit unterschiedlichen Kampagnen-Namen und leicht abweichenden Konzepten – allerdings mit einem anderen Schwerpunkt: Hintergrund waren Forschungsergebnisse, die auf ein niedrigeres Krebserkrankungsrisiko bei steigendem Obst-und Gemüseverzehr hinwiesen. Dies kann nach dem heutigen Forschungsstand nur noch eingeschränkt gelten. Ob eine Beziehung zwischen dem Verzehr von Obst und/oder Gemüse und einem verminderten Krebsrisiko besteht, muss für jede Krebsart gesondert betrachtet werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen nach der heute verfügbaren Datenlage zu folgendem Schluss: Für Speiseröhrenkrebs ist die Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Gemüse- und Obstkonsum wahrscheinlich. Für Magen-, Dick-/Mastdarm- und Lungenkrebs besteht eine mögliche bis wahrscheinliche Evidenz. Die Daten für diese Krebsformen weisen darauf hin, dass diese Beziehung möglicherweise nur bei niedrigen Aufnahmemengen besteht, d.h. in einem Bereich von bis zu 300 g. (Die Empfehlung von „5 am Tag“ allerdings entspricht einer Verzehrsmenge von 650 g Obst und Gemüse). Die Menge bis 300 g nimmt bereits jetzt schon ein Großteil der deutschen Bevölkerung zu sich – ein großer krebspräventiver Effekt eines gesteigerten Verzehrs wäre hier also nicht zu erwarten. Allerdings wäre es für die Prävention wünschenswert, die Personengruppen zu identifizieren und anzusprechen, die unter dieser Verzehrsmenge liegen, so die Botschaft der Tagung, an der ca. 250 Ernährungsfachkräfte, Ernährungswissenschaftler, Mediziner und Multiplikatoren teilnahmen. Für Brust- und Prostatakrebs gehen die Wissenschaftler nach dem heutigen Stand der Erkenntnisse davon aus, dass das Risiko für diese Erkrankungen nicht durch den Verzehr von Obst und Gemüses beeinflußt werden kann.

Dass die „5-am-Tag“-Botschaft dennoch nach wie vor ihre Berechtigung hat, begründen die DGE-Expertinnen und -Experten vor allem mit den Studienergebnissen zur schützenden Wirkung bei Herz-Kreislaufererkrankungen. Die kardiovaskulären Erkrankungen sind mit ca. 45 % auf Platz 1 der Todesursachen in Deutschland, und Möglichkeiten zur Prävention sind somit von herausragender Bedeutung. Mit jeder Portion Obst und Gemüse, die regelmäßig pro Tag mehr verzehrt wird, könne das Risiko für die koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Hypertonie um bis zu 5% reduziert werden, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – salopp ausgedrückt: Hier darf man vom „Viel-hilft-viel“-Prinzip ausgehen.

Wer sich mit Tipps und Rezepten versorgen will, dem sei die Homepage www.machmit-5amtag.de empfohlen, die auch schon eine Vorschau auf die in Kürze geplante bundesweite Aktionswoche „Iss bunt und gesund“ vom 13. bis 20. Oktober 2007 bietet. Mehr Informationen zur Arbeitstagung der DGE finden sich unter www.dge.de.

 

 

 


Seite erstellt am: 01.10.2007 14:09:00
Inhalte eingestellt von: Bettina Berg


 

 



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